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Abschied heißt, was Neues kommt …

 Im Juni geht das Krippenjahr mit großen Schritten auf das Ende zu. Die Sommerferien stehen vor der Tür. In diesem Jahr müssen wir uns von 18 Kindern und ihren Familien verabschieden. Wie in jedem Jahr sehen wir auf diese Übergangszeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber die Freude überwiegt, dass aus unseren Krippenkindern unternehmungslustige Kindergartenkinder geworden sind, die mutig nach neuen Zielen streben. Viele Krippenkinder haben große Geschwister in den Kindergärten und kennen die Häuser daher schon gut. Von der Krippe aus sind wir regelmäßig zu Besuch in den Kindergärten gewesen und die Kinder haben die Gärten und die Gruppenräume schon gut kennengelernt. Fast alle Kinder dürfen wir in unseren Kindergärten weiterbegleiten. Zwei Familien ziehen nach Lilienthal. Ende Juni feiern wir dann noch alle zusammen unser Sommerfest, hoffentlich bei schönem Wetter, in unserem Garten. Der Juni ist geprägt von Abschied und Neubeginn, denn zeitgleich zur Gestaltung des Überganges in die Kindergärten findet auch schon der erste Elternabend für die neuen Eltern statt. Hier kommen auch immer viele Familien, die im Hause bleiben und neugierig auf die neuen Eltern sind. Wir lernen uns das erste Mal kennen, die Eltern erfahren in welche Gruppe ihr Kind gehen wird und es werden viele Fragen und Informationen ausgetauscht, damit es nach den Ferien gut losgehen kann.





Im August kommen dann die neuen Kinder zu uns und die Eingewöhnungszeit beginnt. An den ersten Tagen kommen die Kinder mit Mutter oder Vater zunächst für eine Stunde zu uns. Am vierten Tag wird die erste Trennung verabredet. Und dann wird nach und nach die Zeit, die die Kinder hier alleine verbringen, immer länger. Wenn das Kind in der Krippe schläft, ist die Eingewöhnung in der Regel abgeschlossen. Dieser Prozess dauert meist 3 bis 4 Wochen. Es ist wichtig, den Kindern diese Zeit zu lassen. Die Mutter oder Vater sind während dieser Zeit der sichere Hafen für ihr Kind. Von der vertrauten Person aus unternimmt es die ersten Schritte in die Krippenwelt. Es lernt die anderen Kinder, die Räume und, besonders wichtig, die Bezugspädagogin kennen. Hier sind wir sehr auf die Unterstützung der Eltern angewiesen: Wir brauchen einen Vertrauensvorschuss, die Haltung der Eltern, dass alles gut wird und dass die Menschen in der Krippe sich gut um ihr Kind kümmern werden. Das alles hilft dem Kind, sich auf die neue Situation einzulassen. Eine vertrauensvolle Eingewöhnungszeit ist das Fundament für die ganze Krippenzeit. Was hier gelingt, trägt uns durch die kommenden Jahre. Und so freuen wir uns nach den Ferien auf 18 neue kleine Persönlichkeiten mit all ihren Temperamenten, Wünschen und Vorlieben.

Für das Krippenhausteam, Petra Scharf