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Advent in der Krippe

Krippenkinder brauchen ein hohes Maß an Verlässlichkeit, Struktur und wiederkehrende Rituale, die sie durch den Tag, die Woche und das Jahr begleiten. Viele, die den Gemeindebrief regelmäßig lesen, wissen, dass uns die Farben und die Elemente helfen, das Jahr zu strukturieren und für die Kinder begreifbar zu machen. Ebenso sind es die Jahresfeste mit ihren unterschiedlichen Stimmungen, die dazu beitragen. Mit dem Monat Oktober beginnt bei uns die Rote Zeit. Als ich diese Zeilen schreibe, steht unser Erntedankfest in der Krippe kurz bevor. Zum ersten Mal werden wir mit allen Kindern an der langen Tafel im Flur frühstücken und uns die Dinge, die die Kinder von zu Hause mitgebracht haben, gut schmecken lassen: Obst und Gemüse, selbstgekochte Marmelade, gepflückte Blumen aus dem Garten und das Kürbisbrot, das von den Kindern gebacken wurde. Im September, am Tag nach dem Erntedankfest in der Gemeinde, haben wir bereits mit Pastor Hütte eine Andacht in der Kirche gefeiert. Im November wurde St. Martin gefeiert. Hier werden unsere ElternvertreterInnen aktiv: sie organisieren in jeder Gruppe einen Laternennachmittag. Die bekannten Laternenlieder werden gesungen, es werden Kekse geknabbert und Tee getrunken. Es ist ein gemütlicher Nachmittag, der auch Raum und Zeit gibt, mit miteinander zu klönen und sich ein bisschen länger auszutauschen als es oft im Alltag, beim Bringen und Holen, möglich ist. Für alle ist es ein schönes Beisammensein. Und wenn es nach Hause geht, beleuchten die mitgebrachten Laternen den Weg.

Inzwischen sind wir aber in der Adventszeit angekommen. Auch in der Krippe eine besondere Zeit, denn auch die Jüngsten werden von der Aufregung der älteren Geschwister und dem Trubel rundherum angesteckt. Aber mit der Aufregung in den Kindergärten ist die Stimmung in der Krippe nicht zu vergleichen. Hier geht es auch kurz vor Weihnachten noch ruhig und gemütlich zu. Wie in jedem Jahr haben die Kinder in unserer Weihnachtswichtelwerkstatt die Möglichkeit, kleine Dinge herzustellen: da werden aus Bienenwachsplatten Kerzen gerollt und Anhänger für den Tannenbaum ausgestochen. Die Kinder können kleine rote Kunstwerke oder Collagen gestalten und natürlich werden ganz viele Kekse gebacken.

Eine ganz besondere Atmosphäre entsteht auch immer, wenn die Kinder Geschichten hören, die ihnen als kleines Puppenspiel gezeigt werden. In der letzten Woche vor dem Weihnachtsfest lauschen die Kinder der Geschichte von Maria und Josef und mit dem Spruch, der am Ende der Geschichte gesprochen wird, wünschen wir allen eine frohe und gesegnete Weihnacht!

Petra Scharf

„In tief dunkler Nacht,
ist ein Stern erwacht,
leuchtet hell am Himmelszelt,
schenkt sein Licht der ganzen Welt.“