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Liebe Borgfelderinnen, liebe Borgfelder

Auf ein ereignisreiches Jahr 2017 blicken wir als Gemeinde zurück. Gemeinsam mit Christen auf der ganzen Welt, in Deutschland und Bremen, haben wir das Reformationsjubiläum in ganz unterschiedlichen Veranstaltungen - für Erwachsene und Kinder - erlebt oder durch Berichte in den Medien daran Anteil genommen. Die Kirchenrenovierung und Eröffnung unserer Borgfelder Kirche war für uns in diesem Jahr prägend, ebenso wie Gemeindefreizeiten für Alt und Jung an Nord- und Ostsee, Gottesdienste im Gemeindesaal, an besonderen Orten und schließlich wieder in der im neuen Glanz erstrahlenden Kirche und so vieles mehr. Auch in diesem Jahr war der personell bedingte Wandel in der Gemeinde in vielen Arbeitsfeldern, auch in der Kita, noch oder auch wieder stark zu spüren. 2017 - ein Jahr auch geprägt durch Abschied und Neubeginn. Eine große Zahl derer, die zum Teil eine lange Zeit ehrenamtlich in der Gemeindevertretung mitgearbeitet haben, mussten wir verabschieden. Viele von ihnen haben über Jahre treu und zuverlässig mit Ideen, Sachverstand, Engagement und Begeisterung Gemeinde gestaltet. Es heißt „Danke!“ sagen für all die investierte Kraft und Arbeit!

Im September haben wir eine neue Mannschaft gewählt und so sind neue GemeindevertreterInnen an Bord gegangen. Menschen die Lust haben, sich einzubringen, verantwortlich mit zugestalten. Dafür setzen wir nun die Segel und sind gespannt auf die Impulse und Begegnung.

Auf vieles schauen wir am Ende dieses Jahres zurück: Das Gemeindefest mit abwechslungsreichem musikalischen Programm, auf den Martinstag mit Laternelauf. Nun erwarten wir die Ankunft des Nikolauses im Gottesdienst zum 1. Advent und der Adventsmarkt steht vor der Tür.

Viermal im Jahr dokumentiert dieses Heft den Trubel des Gemeindelebens. Von der nun beginnenden Adventszeit erhofft sich so mancher mal eine ruhige besinnliche Stunde. Und gerade da gelingt es oftmals nach eigenen Angaben gerade nicht. Aber die Sehnsucht ist allenthalben da. Noch im letzten Gemeindebrief zitierte Pastor Hütte: „Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.“

Und auch unsere Kita-Leitung Elke Meiners resümiert in ihren Worten an die Gemeinde: „Zeit - in dieser rastlosen Zeit eines der wertvollsten Geschenke überhaupt.“

Zu diesen Überlegungen passt die Monatslosung für den ersten Monat unseres frisch anbrechenden Jahres: Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinenToren. (Dtn5,14).

Dieses Wort, es weist hin auf das Gebot zur Ruhe. Daran sind zwei Dinge denkwürdig: 1. Dieses Gebot gilt für alle! Es gilt nicht nur für manche, es gilt für jeden, welche Arbeit er oder sie auch ausführt – es gilt sogar für die Tiere und jeden, der im damaligen Haushalt einer Wirtschaftseinheit gewirkt hat. 2. Es handelt sich um ein Gebot. Es heißt nicht: Dies gilt vielleicht, wenn möglich. Nein es ist eine unbedingte Aufforderung an alle, die an der Schaffung von Strukturen beteiligt sind, die diesen Ruhetag er möglichen!

Dieses Gebot leitet sich aus dem Bericht der Schöpfungsgeschichte her, in dem Gott an sechs Tagen die Welt geschaffen hat. Eine ganze Welt wurde geschaffen! So ist es gut, wenn viel entsteht, wenn wir schaffen, wenn wir erfinderisch sind, neugierig und kreativ, akribisch und genau und mit Liebe die Dinge tun. Aber ebenso wichtig und gar die Krone der Schöpfung Gottes ist der Ruhetag. Die Pause – in der nichts geschieht. In der Gott ruht, nachdem er geschaut und gesehen hat: Siehe es war sehr gut.

Der Ruhetag, die Pause auch in der wir innehalten – Bilanz ziehen. Das verbinden viele mit dem Jahreswechsel. Dies mag ein Grund sein, warum bei vielen der Gottesdienst am Silvesterabend so beliebt ist. Die Zeit zwischen den Jahren – sie ist für viele eine Zeit des Durchatmens. Mit dem Blick zurück und dem Blick auf das neue und weite Land des neuen Jahres - der Zukunft.

Es grüßt Sie Ihre Pastorin Almut Wichmann

PS: Auf Seite 27 finden Sie ein thematisch passendes Gebet von Bischof Bode (Osnabrück) sowie weitere Monatslosungen und auch die Jahreslosung für 2018.