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Als Gemeinde zusammen Essen und Trinken

Die christliche Gemeinschaft ist, seitdem sie besteht, immer wieder und im Besonderen eine Mahlgemeinschaft. Das heißt, dass sie die Gemeinschaft auch dadurch teilt, dass sie miteinander isst und trinkt. Bei den ersten Christen war es so. Jesus hat mit vielen zusammen gegessen und gemeinsam das Essen geteilt. Für Jesus und seine Zeitgenossen sind es die jüdischen Traditionen. Wichtig sind die täglichen Mahlzeiten und das Passamahl. Jesus hat mit vielen zusammen gegessen und gemeinsam das Essen geteilt: Mit seinen Jüngern, mit dem Volk. Es gibt auch Geschichten, in denen berichtet wird, dass er mit Menschen isst, die andere meiden, z. B. weil sie als Verbrecher angesehen werden oder weil sie am Rande der Gesellschaft stehen. Es gibt Geschichten, in denen erzählt wird, dass Jesus mit seinen Gegnern zusammen isst. Das gemeinsame Essen und Trinken bietet die Möglichkeit, sich auszutauschen. Wir kennen auch die Geschichte von der Speisung der 5000. Da wird erzählt, dass 5000 Menschen zu Jesus kommen. Und Jesus gibt ihnen zu Essen von fünf Broten und zwei Fischen. Und es reicht für alle. Sie teilen und es bleiben sogar noch fünf Körbe des Brotes übrig. Eine Geschichte vom gemeinsamen Essen und vom Teilen.




Damals war es üblich, dass der Gastgeber vor dem Essen das Brot brach und ein Wort, einen Segen darüber sprach. Nach Jesu Tod hat seine Gemeinschaft das gemeinsame Essen beibehalten, auch das Brot zu brechen, und sie haben sich erinnert an Jesu Worte. Daran erinnern wir beim Abendmahl. Beim Abendmahl teilen wir das Brot und den Traubensaft. Ein Zeichen der Gemeinschaft untereinander und mit Gott. Das Abendmahl ist ein Fest, zu dem alle eingeladen sind. Es erinnert uns daran, dass Jesus uns eine ganz besondere Kraft geschenkt hat: die Kraft der Freude, die Kraft der Gemeinschaft, die Kraft der Liebe und der Vergebung.

Herzliche Grüße,
Ihre Almut Wichmann, Pastorin